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Welche Bedeutung haben die Core Web Vitals für SEO?

Autor: Kurt Schauer

Google hat seit Mai 2021 einen neuen Rankingfaktor eingeführt: die Page Experience. Die Core Web Vitals spielen darin eine wichtige Rolle. Doch was beinhalten die Page Experience und was muss man sich im Detail unter den Core Web Vitals vorstellen? Vor allem was bedeutet das für das Ranking bzw. die Suchmaschinenoptimierung Ihrer Seiten?

Wir wollen Ihnen die wichtigsten Begriffe und Maßnahmen erläutern und aufzeigen, woran Sie erkennen, wie gut Ihre Seite in Bezug auf die Core Web Vitals aufgestellt ist.

Was genau beinhalten die Page Experience?

Mit dem Ranking Faktor Page Experience wird Google einen neuen Algorithmus implementieren, der sich sehr stark am wirklichen Nutzererlebnis orientiert. Es geht dabei um technische Faktoren, die entscheidend sind für die Nutzererfahrung bei der Interaktion mit einer Homepage.

Da für ein gesamtheitlich zufriedenstellendes Nutzererlebnis beim Besuch einer Website nach wie vor relevanter Inhalt wichtig ist, gilt: eine Webseite kann immer noch auf den ersten Plätzen landen, obwohl sie ggf. einen schwachen Page Experience Faktor aufweist, wenn sie mit besonders gutem Content punktet.

Doch: bei zwei Seiten, die inhaltlich ähnlich relevant sind, wird die Seite mit der besseren Page Experience eine höhere Platzierung einnehmen.

Welche Faktoren berücksichtigt der Page Experience?

Der Ranking Faktor Page Experience soll die Core Web Vitals mit bestehenden User Experience Signals kombinieren. Google beschreibt dabei folgende Faktoren:

Mobile-Friendliness: 50 % der User sind inzwischen mit Ihrem Smartphone im Internet unterwegs. Somit ist eine reibungsfreie Bedienung der Seite über Mobile Devices unerlässlich für ein zufriedenstellendes Nutzererlebnis.

Safe-Browsing: Sicheres Surfen im Internet heißt für Google in den Suchergebnissen Seiten vermeiden, die Schaden anrichten können. Dazu gehört beispielsweise, wenn durch unsichere Verbindungen betrügerische Aktivitäten wie Phishing möglich sind. Auch Seiten, die bereits gehackt worden sind, ebenso wie Seiten, die Malware auf den Rechner des Users einschleusen oder unerwünschte Software zum Download anbieten erlauben bieten laut Google kein „save browsing“.

HTTPS-Security: Sichere HTTPS-Verbindung sind an dem kleinen Schloss neben der URL zu erkennen. Diese Sicherheitszertifikate garantieren Ihnen eine sichere Datenübertragung zwischen der Website und Ihrem Browser. Die Daten werden bei der Übertragung vor dem Abhören und Manipulieren durch Dritte geschützt. Auch diesen Faktor stuft Google in Bezug auf die Page Experience des Nutzers immer höher ein.

Intrusive Interstitial Guidelines: Mit Intrusive Interstituals sind aufdringliche, störende Einblendungen gemeint, die einen Großteil des Contents oder sogar den gesamten Inhalt einer Seite verdecken. Insbesondere beim Aufrufen von Seiten mit dem Mobiltelefon sind solche Popups für den User sehr nervig, weshalb Google diese in Bezug auf Nutzerfreundlichkeit herabstuft. Ausnahmen bilden gesetzlich vorgeschriebene Abfragen wie z. B. zu Cookies oder Altersfreigaben.

Zu diesen bisherigen Faktoren der Page Experience kommen nun noch die Core Web Vitals dazu. Sie können als ein Set aus Kern-Metriken zur Bewertung der Performance von Websites gesehen werden. Diese beinhalten verschiedene Aspekte zur Evaluation der Nutzererfahrung bei der Interaktion mit einer Homepage. Damit setzt Google zukünftig sehr stark den Fokus auf den Nutzer und seine Erfahrung beim Surfen. Im Detail handelt es sich bei den Core Web Vitals um eine Zusammenfassung von mehreren Ladezeit-Metriken, die wir Ihnen im Einzelnen hier kurz vorstellen möchten.

 

Die Core Web Vitals im Überblick:

  • Largest Contentful Paint (LCP) bewertet die Ladeleistung einer Seite. Genaugenommen die Zeit, die zum Laden des größten Inhalts (meistens eines Videos, eines Bilds oder Textblocks) benötigt wird, sobald ein Benutzer eine URL anfordert.
  • First Input Delay (FID) misst die Schnelligkeit einer Interaktivität mit der angeforderten Seite. Also die Zeit zwischen einer Aktion (z. B. klicken auf eine Schaltfläche oder einen Link) und der Zeit, die ein Browser benötigt, bis er auf diese Aktion reagiert. Eine schnelle Reaktionsfähigkeit ist entscheidend für den ersten Eindruck bei den Besuchern, denn sie zeigt, dass Ihre Website zuverlässig ist und reibungslos funktioniert.
  • Cumulative Layout Shift (CLS) misst mit einer Kennzahl kumuliert alle Layoutverschiebungen, die auf einer Seite auftreten. Häufige verursachen Werbebanner eine ungewünschte Verschiebung des Inhaltes, manchmal führen angezeigte Schaltflächen oder Bilder dazu, dass sich ein Textblock beim Lesen wegbewegt. Dass ist für den Leser der Seite äußerst nervig und wird im Sinne der Page Experience zukünftig gemessen und negativ bewertet.

 

Wie lassen sich die Core Web Vitals messen?

Der Ursprung der Core Web Vitals stammt aus dem Analyse-Tool Google Lighthouse, womit sich vorrangig detaillierte Performance-Analysen jeder Website und URL durchführen lassen können. Das SEO-Analyse-Tool Searchmetrics hat bereits ähnliche Parameter auf ihre Bedeutung für ein gutes Ranking hin analysiert und daraus die Google Lighthouse Ranking-Faktoren entwickelt. SEOs oder Seitenbetreiber können die Core Web Vitals bereits mit den folgenden Analyse-Tools abrufen:

  • Google Search Console
  • PageSpeed Insights
  • Google Lighthouse
  • Chrome DevTools
  • Chrome UX Report
  • Web Vitals Extension

Nach und nach will Google die Messung von Core Web Vitals in die jeweiligen Tools integrieren. Für beliebte CMS wie WordPress liefert die Suchmaschine bereits jetzt konkrete Hinweise, welche Einstellungen oder Plugins Probleme verursachen und zeigt auf, wie diese behoben werden können. Das Gute daran: um die Metriken in den Tools lesen zu können, müssen Seitenbetreiber keine Performance-Experten oder SEO-Spezialisten sein. Doch es hilft natürlich, wenn man die Daten zu den Core Web Vitals richtig einschätzen kann. Nur dann kann man die Usability darauf basierend erfolgreich verbessern.

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